Zum 105. Geburtstag von Mária Szepes

Bibliotheka Phantastika erinnert an Mária Szepes, deren Geburtstag sich heute zum 105. mal jährt. Als die am 14. Dezember 1908 als Magdolna Scherbach in Budapest geborene Mária Szepes 1946 ihren ersten Roman A Vörös Oroszlán unter dem Pseudonym Mária Orsi veröffentlichte, hatte sie bereits mehrere Karrieren als Schauspielerin, Journalistin, Drehbuch- und Sachbuchautorin hinter sich (und die Heirat mit Béla Szepes). Der während des Zweiten Weltkriegs in einem Versteck geschriebene Roman sollte zu einem Bestseller der esoterischen Literatur werden – allerdings standen seine Chancen dafür anfangs denkbar schlecht, denn A Vörös Oroszlán wurde von den kommunistischen Machthabern als nicht systemkonform eingestuft, verboten und bis auf vier Exemplare vernichtet. Diese wurden von Szepes’ Anhängern abgetippt und vervielfältigt, und schließlich gelangte der Roman fast 40 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung nach Deutschland, wo seine Übersetzung 1984 als Der Rote Löwe auf den Markt kam.
Der Rote Löwe von Mária SzepesWorum geht es nun in diesem Roman, den das stalinistische Rákosi-Regime für so gefährlich gehalten hat, dass es ihn verboten hat und vernichten ließ? Der Rote Löwe erzählt die Geschichte des 1535 geborenen Müllersohns Hans Burger, der nach dem Tod seines Vaters früh sein Elternhaus verlässt und alsbald Schüler des Alchemisten und Wanderarztes Rochard wird. Besagter Rochard besitzt ein großes Geheimnis – ein Pulver namens Der Rote Löwe, das demjenigen, der es zu sich nimmt, die Unsterblichkeit verleiht. Hans Burger will dieses Pulver unbedingt haben, koste es, was es wolle – und er verschafft es sich auch, allerdings zu einem hohen Preis, denn er ist nun zur Unsterblichkeit verflucht. Er kann zwar körperlich sehr wohl sterben, wird aber durch die Jahrhunderte immer aufs Neue mit all seinen Erinnerungen unter den verschiedensten Lebensumständen wiedergeboren, und all seine Versuche, sich von seinem Fluch zu erlösen, scheinen vergebens … Mária Szepes schildert Hans Burgers Streben nach der Unsterblichkeit ebenso wie seine lange vergebliche Suche nach Erlösung in dichten, packenden Bildern, führt ihren Helden dabei durch die europäische Geschichte und lässt ihn Bekanntschaft mit historischen Persönlichkeiten machen. Doch mindestens ebenso wichtig und interessant sind die Einblicke in die dem Normalsterblichen normalerweise verschlossene Welt der Geheimgesellschaften und der über esoterisches oder okkultes Geheimwissen verfügenden Initiierten bzw. in die Welt der Alchemie. Und letztlich erzählt Der Rote Löwe auch davon, wie aus einem niederträchtigen und selbstsüchtigen Menschen ein selbstloser Diener an der Menschheit wird, der schließlich eine deutlich höhere Daseinsstufe erreicht.
Der Rote Löwe war nicht Mária Szepes’ erster Roman auf Deutsch – bereits 1982 war mit Spiegeltür in der See (1982; OT: Tükörajtó a tengerben (1975)) ein SF-Roman mit mehr oder minder starken esoterischen Untertönen erschienen –, aber ihr bei weitem erfolgreichster, der mehrere Auflagen erlebte (2002 bzw. 2004 auch überarbeitet und mit einem informativen Vorwort von Hans Joachim Alpers versehen). Nicht zuletzt dieser Erfolg dürfte dafür gesorgt haben, dass auch danach weitere Romane von Mária Szepes auf Deutsch erschienen sind, die sich entweder – wie Der Zauberspiegel (1988; OT: Varázstükör (ca. 1989)) – ausschließlich um esoterische Themen drehen, oder SF- bzw. phantastische Inhalte mit einer starken esoterischen Komponente bieten. Im Einzelnen waren das Sonnenwind (1986; OT: Napszél (1983)), Märchenland Gondwana (1993; OT: A Meses Gondvana (1992)), Die lebenden Statuen von Surayana (1998; OT: Surayana élö szobrai (1971)) und der von ihr selbst als ihr Hauptwerk bezeichnete Raguel-Zweiteiler Der Berg der Adepten und Weltendaemmerung (beide 1993; OT: Raguel 7 tanítványa (1991)), die allerdings allesamt nicht annähernd so erfolgreich waren wie Der Rote Löwe.
Außer diesen Romanen sind noch mehrere Kinder- und Sachbücher von ihr auf Deutsch erschienen, doch das am leichtesten zugängliche und auch für nicht oder kaum an Esoterik interessierte Leser und Leserinnen lesbarste Werk der am 03. September 2007 im Alter von beinahe 99 Jahren verstorbenen Mária Szepes ist und bleibt zweifellos jener Roman, in dessen Mittelpunkt Hans Burger und sein Streben nach bzw. Hadern mit der Unsterblichkeit stehen.

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Neu rezensiert: Shadow Games

Cover von The Books of the South von Glen CookNach dem Fall des Dominators macht sich die Black Company auf den Weg nach Süden und damit zu einer Reise in die eigene Vergangenheit – nach Khatovar. Dabei finden sich nicht nur neue Rekruten für die geschrumpfte Truppe, sondern auch neue Herausforderungen. Denn als die Gruppe die Stadt Taglios erreicht, sieht sie sich erneut dunklen Mächten gegenüber, die ihren Weg blockieren. Im Auftrag der Stadt Taglios, mit der die Black Company scheinbar mehr verbindet als ein Vertrag, muss Croaker nun seine Rolle als Hauptmann tatsächlich voll ausfüllen.

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Zum 60. Geburtstag von Janny Wurts

Bibliotheka Phantastika gratuliert Janny Wurts, die heute 60 Jahre alt wird. Schon seit ihrer Kindheit hatte die am 10. Dezember 1953 in Bryn Mawr, Pennsylvania, geborene Janny Wurts Interesse am Schreiben und am Zeichnen, von daher ist es kein Wunder, dass sie sich anfangs sowohl als Grafikerin wie auch als Autorin einen Namen gemacht hat. Mittlerweile ist die Grafikerin Janny Wurts zugunsten der Autorin in den Hintergrund getreten, auch wenn sie es sich normalerweise nicht nehmen lässt, die Cover ihrer Romane selbst zu gestalten – was immerhin den Vorteil hat, dass man als Leser davon ausgehen kann, dass das, was man auf dem Cover sieht, auch das ist, was die Autorin da haben wollte.

Janny Wurts’ erste professionelle Veröffentlichung war Sorcerer’s Legacy (1982, rev. 1989), ein nicht weiter bemerkenswerter Roman um eine verwitwete, aber zum Glück schwangere Herzogin, einen zeugungsunfähigen Prinzen, einen altruistischen Magier, einen schurkischen Schurken und die aus diesen und weiteren Ingredienzen resultierenden Palastintrigen. Zwei Jahre später erschien mit Stormwarden der erste Band des Cycle of Fire (unter diesem Titel 1999 auch als Sammelband), der sich einer beispielsweise auch von Marion Zimmer Bradley oder Anne McCaffrey benutzten Prämisse bedient: die Besatzung eines auf einer fernen Welt notgelandeten Raumschiffs hat ihre Herkunft vergessen, und folgerichtig sind die Menschen auf eine mittelalterliche Zivilisationsstufe zurückgefallen. Da sie aber nicht nur ihre Herkunft vergessen haben, sondern auch das, was sie mitgebracht haben, kämpfen sie nun – unterstützt von einem “magischen” Wesen, das einmal der Schiffscomputer war – gegen Dämonen statt Aliens. Die mit Keeper of the Keys und Shadowfane (beide 1988) fortgesetzte und auf Deutsch als Zyklus des Feuers mit den Einzeltiteln Sturmwächter, Schlüsselhüter und Schattentempel (alle 2000) erschienene Trilogie funktioniert als Entwicklungsroman der beiden Hauptfiguren ebenso wie als phantastische Abenteuergeschichte.

Dass zwischen dem ersten und den beiden nachfolgenden Bänden des Cycle of Fire so viel Zeit verstrichen ist, hat vermutlich damit zu tun, dass Janny Wurts zwischenzeitlich an dem Werk gearbeitet hat, das bis heute ihr bei weitem bekanntestes und erfolgreichstes geblieben ist, denn 1987 erschien mit Daughter of the Empire der gemeinsam mit Raymond E. Feist verfasste erste Band der Kelewan oder auch Empire Trilogy. Im Mittelpunkt dieses Romans und seiner beiden Fortsetzungen Servant of the Empire (1990) und Mistress of the Empire (1992) steht Mara von den Acoma, die auf Kelewan – der von Raymond E. Feist erschaffenen Welt auf der anderen Seite des Spalts, der er in Magician bereits einen Besuch abgestattet hatte – unversehens an die Spitze ihres Hauses gelangt und es gegen Intrigen und militärische Angriffe verteidigen muss. Da Mara aber keine dumme, schwache Frau ist, sondern es versteht, ihre Schwächen in Stärken zu verwandeln, sich die richtigen Verbündeten zu suchen und letztlich das Game of Council – das komplizierte Spiel um die Macht, das die mächtigen Adelshäuser der Tsurani unentwegt spielen – besser zu beherrschen als alle anderen, ist es kein Wunder, dass ihr weit mehr gelingt als nur ihr Haus zu retten. Die Kelewan-Saga – die auf Deutsch in sechs Bänden als Die Auserwählte, Die Stunde der Wahrheit, Der Sklave von Midkemia, Zeit des Aufbruchs, Die schwarzen Roben und Tag der Entscheidung (alle 1998) erschienen ist – erweist sich als gelungenes Beispiel dafür, dass die Zusammenarbeit zweier unterschiedlicher Autoren erstaunliche Synergie-Effekte haben kann, denn die hier vorhandene Mischung aus geradliniger Abenteuerhandlung, nachvollziehbar agierenden Figuren, politischen Intrigen und einem Setting mit mehr als einem Hauch Exotik (in Form der nichtmenschlichen Cho-ja) ergibt ein in jeder Hinsicht lesenswertes Werk.

Parallel zum letzten Band der Empire Trilogy erschien mit The Master of Whitestorm (1992) ein Einzelroman, den Janny Wurts wieder allein verfasst hatte, und den man vielleicht als eine Art Fingerübung zu dem umfangreichen Zyklus betrachten kann, den sie ein Jahr später mit The Curse of the Mistwraith begonnen hat und an dem sie heute noch schreibt: The War of Light and Shadow. In diesem auf elf bzw. zwölf Bände angelegten Zyklus (der eigentliche zweite Band wurde aus Umfangsgründen auch im Original fast immer gesplittet), von dem bisher neben dem bereits erwähnten Auftaktroman acht Bände – nämlich Ships of Merior (1994), Warhost of Vastmark (1995), Fugitive Prince (1997), Grand Conspiracy (1999), Peril’s Gate (2001), Traitor’s Knot (2004), Stormed Fortress (2007) und Initiate’s Trial (2011) – vorliegen, geht es um die im Rahmen des ersten Bandes zu ewiger Feindschaft verfluchten Halbbrüder Arithon, den Master of Shadow, und Lysaer, den Lord of Light, und um die Rolle, die sie beide in einer viel größeren Geschichte spielen, die vor langer Zeit begonnen hat. Wer nun allerdings meint, es ginge um den üblichen Kampf zwischen Licht und Schatten, der befindet sich auf dem Holzweg. Das Ganze ist Dank einer Reihe von Fraktionen und Gruppen, die mit teilweise recht unterschiedlichen Zielen ebenfalls in dem Konflikt mitmischen, und der Tatsache, dass der Zyklus in mehrere Unterzyklen (“Arcs”) aufgeteilt ist, deutlich komplexer als es anfangs scheint. Was zusammen mit dem alles andere als leicht lesbaren, komplizierten Stil, dessen sich Janny Wurts hier bedient, möglicherweise mit dafür verantwortlich ist, dass The War of Light and Shadow auch in den USA und England nicht annähernd den Bekanntheitsgrad hat, den ein Mehrteiler, der von einem Rezensenten einmal nicht ganz unzutreffend als “The Wheel of Time for adults” bezeichnet wurde, eigentlich haben müsste. Inwieweit das auch im Hinblick auf die Spannungsbögen allem Anschein nach stringent durchkonzipierte Werk letztlich gelungen ist, wird sich natürlich erst abschließend beurteilen lassen, wenn die beiden noch ausstehenden Romane (die Destiny’s Conflict und Song of the Mysteries heißen werden) erschienen sind. Deutschsprachigen Leserinnen und Lesern wird das allerdings wieder einmal schwer gemacht, denn hierzulande wurden nur die Bände I-III gesplittet unter dem Zyklustitel Der Fluch des Nebelgeistes (Einzeltitel: Meister der Schatten, Herr des Lichts (beide 1998), Die Schiffe von Merior, Die Saat der Zwietracht, Die Streitmacht von Vastmark, Das Schiff der Hoffnung (alle 1999)) und die Bände IV und V unter dem Zyklustitel Die Schattenkriege (Einzeltitel: Die Rückkehr des Nebelgeistes, Jäger und Gejagte, Die Verschwörung des Lichts (alle 2002) und Spiel der Schatten (2003)) veröffentlicht.

Wer sich deswegen an Janny Wurts im Original versuchen will, dem sei neben dem bereits erwähnten The Master of Whitestorm noch ihr 2002 erschienener Einzelroman To Ride Hell’s Chasm empfohlen. Beide Titel sind einerseits stilistisch und vom Erzählduktus her recht nah an The War of Light and Shadow dran, aber dank der überschaubaren Zahl der Hauptfiguren und des nicht annähernd so üppig ausgestalteten Settings wesentlich zugänglicher. Wer hier mit Janny Wurts’ Stil klarkommt, entdeckt möglicherweise eine Autorin für sich, die dann noch reichlich Lesestoff bietet.

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An Astronaut’s Guide to Life on Earth

Gravity – Alfonso Cuaróns Weltraumthriller und Kassenschlager 2013 – brachte uns George Clooney im Weltraum, CSA und NASA brachten uns Colonel Chris Hadfield. Die Schönheit des einen ist stark bemüht, den Sternenhimmel verblassen zu lassen, während der Schnurrbart des anderen mehr vom Universum gesehen hat als Spocks Augenbrauen.

Dem Umstand, dass der kanadische Astronaut während seines All-Aufenthaltes und seiner Funktion als Commander der International Space Station zum Star und Sternchen wurde, wohnt eine gewisse linguistische Poesie inne. Mit seinen Fotografien unseres Planeten aus der Satellitenperspektive brachte er weit mehr als eine abgespeckte Version von Google Maps in unsere Wohnzimmer: der Weltraum wurde greif- und erlebbar, ohne Adams’sche Lensflares, ohne Beamer und ohne grüne oder tentakulöse Besucher, weit ab von Science Fiction und ganz nah an Rocket Science. Und das bedeutet: Zähneputzen wird zur Herausforderung, Tränen sollte man sich dennoch verkneifen, aber immerhin gibt’s Erdnussbuttersandwiches:

Die kollektive Sehnsucht nach den Sternen, sie ist zurück und dank Erdnussbutter, Schnurrbart, Witz, Soyuz und Verstand wieder salonfähig. Zurück ist auch Chris Hadfield, der im Mai 2013 auf die Erde zurückkehrte und seitdem nicht nur begehrter Interviewpartner, sondern auch Autor geworden ist. In seinem Buch An Astronaut’s Guide to Life on Earth beschreibt Hadfield seinen Weg vom mondlandungsbegeisterten Kind zum ersten kanadischen Astronauten, der einen Space Walk vollzog, und nimmt den Leser mit auf eine Reise weg von unserem Planeten, hin zu dem Stoff, aus dem ein ganzes Genre gemacht ist.

Sucht man nach der Lektüre nach einem Wort, was den Autor perfekt beschreibt, wäre es wohl „down to earth“, und auch darin wohnt eine gewisse Poesie. Ehrlich und humorvoll schildert er nicht nur den All-, sondern auch den Erd-Tag und gibt Einblick in ein Leben, das beinah von Anfang an auf ein Ziel ausgerichtet war, das ferner nicht hätte sein können. Neben den Weisheiten, die man vermutlich automatisch erlangt, wenn man in fünf Monaten 62 Millionen Meilen im All zurücklegt und dabei gefilterten Eigenurin trinkt, begeistert vor allem der Enthusiasmus, mit der Hadfield von der wissenschaftlichen Errungenschaft, welche die ISS darstellt, erzählt.

Dabei ist Hadfield alles andere als ein Träumer. Realistisch und bodenständig erzählt er vom Preis, den eine Familie zahlen muss, wenn der Vater es sich zum Ziel gemacht hat, in ein Vehikel zu steigen, dessen Sinn es ist, unter ihm zu explodieren. Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Buch direkt und wenig blumig zwar auch von Träumen erzählt, aber die Realität letztlich doch größer, noch mächtiger erscheint:

„It’s every science fiction book come true, every little kid’s dream realized: a large, capable, fully human creation orbiting up in the universe.“

Während man sich dies auf der Zunge zergehen lässt, vielleicht mit einem kleinen Chocolate Pudding Cake dazu, blicken irgendwo auf der Welt – oder darum herum – menschliche Augen und Teleskope noch tiefer ins All. Hadfield blickt zurück auf seine Reise und weckt damit im Leser Forscherdrang, Abenteuerlust, Sternweh und das Gefühl, dass die Menschheit (die zwar auch für den Aralsee verantwortlich ist) gemeinsam auch Dinge schaffen kann, die weitaus phantastischer sind als so mancher Traum.

Nur ein Beispiel:

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Neu rezensiert: The Guild of Xenolinguists

The Guild of Xenolinguists von Sheila FinchAls die Menschheit entdeckt, dass es Aliens gibt, ist eine der ersten Prioritäten, die Sprachbarriere zu überwinden. Dazu wird die Gilde der Xenolinguisten ins Leben gerufen – und im Laufe der Zeit gewinnt sie an Bedeutung für die Zivilisationen des Universums, denn es stellt sich heraus, dass der menschliche Stimmapparat besser als alle anderen dafür ausgestattet ist, die Lautäußerungen unterschiedlicher Spezies zu erlernen. Als ›Lingsters‹ sind die Gildenmitglieder begehrte und teure Experten, die nicht selten an vorderster Front eingesetzt werden und mit dem Verständnis der Sprache auch zwischen den Kulturen vermitteln sollen. Doch all das hat einen Preis …

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Neu rezensiert: Undersea

Undersea von Geoffrey MorrisonNach einer Katastrophe, die das Leben auf der verstrahlten Erdoberfläche unmöglich macht, befinden sich die letzten Überlebenden der Menschheit auf zwei großen Unterseeschiffen. Generationen sind vergangen, als die Stadträtin Ralla eine Entdeckung macht, die das Überleben auf ihrem Schiff, der »Universalis«, gefährdet. Doch ihre Kollegen schenken ihr kein Gehör. Unterdessen schafft es der Fischer und gelangweilte Trunkenbold Thom Vargas, einen Schritt auf der Karriereleiter nach oben zu tun und einen Posten als Shuttle-Pilot zu ergattern. Noch bevor er sich darüber freuen kann, bringt ihn sein erster Passagier, Ralla Gattley, in Schwierigkeiten, denen er sich in keiner Form gewachsen fühlt.

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Wintermärchen

Die Essenz unseres Buchs des Monats im Dezember sind Schnee und Kälte, wie sie eigentlich nur in Geschichten oder winternostalgischen Anfällen auftreten: Mark Helprins Wintermärchen zeichnet die Entwicklung einer Stadt und eines dieser Stadt verpflichteten Zeitungshauses nach, verbindet die Zeiten durch einen jungen Mann und ein weißes Pferd, und die bedeutenden Szenen oder vielmehr beinahe die ganze Handlung spielt sich im tiefsten Winter ab, wenn sich der Schnee auf dem Land bergehoch türmt und über den Straßenschluchten ein eiskalter Sternenhimmel steht.
Die Geschichte des Waisenjungen Peter Lake beginnt in einem magisch verfremdeten New York um die Jahrhundertwende – Gangs ziehen durch die Straßen, der technische Aufbruch ist an allen Ecken spürbar, und mitten darin begegnet man Lichtgestalten und irrwitzigen Questen, so dass man schnell begreift, dass sich aus der historischen Anmutung eine märchenhafte, entrückte Weltsicht entfaltet.
Wintermärchen von Mark HelprinPeter hat ein außergewöhnliches Talent für den Umgang mit Maschinen, ist aber stattdessen gezwungen, einer kriminellen Karriere zu folgen, und noch dazu immer auf der Flucht vor seinem Todfeind, dem Anführer einer rivalisierenden Gang. Zum Glück hat er einen treuen Freund, auf den er sich in brenzligen Situationen verlassen kann: den weißen Hengst Athansor. Und dieser ist auch nicht ganz unbeteiligt daran, dass Peter sein Schicksal an das der Verlegerfamilie Penn (und vor allem der Tochter des Hauses) knüpft.
Der nostalgische Grundton, der durch die schwelgerische, poetische Sprache getragen wird, bleibt auch erhalten, wenn die Handlung über einige Zeit- bzw. Pferdesprünge in der Moderne angelangt ist: Das Gefühl des Fortschritts wird eher über die wachsende Größe der Stadt, einer Maschinerie aus Menschen und Architektur, erreicht, während das eigentliche Technikbild altmodisch wirkt, aber durchaus abstruse Auswüchse hervorbringt.
Die Zusammenhänge und Querverbindungen innerhalb des ansehnlichen Ensembles aus teils überlebensgroßen Figuren klären sich mitunter erst am Ende, dann wird die Geschichte auch zunehmend phantastischer, ohne dabei auf bewährte oder gar ausgelutschte Elemente des Genres zurückzugreifen: Es gibt zwar märchenhafte Rettungen und ein relativ klares Bild von Gut und Böse, doch das eigentlich Magische ist die Art, wie Helprin den Winter heraufbeschwören kann, ob heimelig oder gnadenlos frostig, ob zart klirrend oder wuchtig. In keinem anderen Roman wird so stilvoll gebibbert, und wer bei grandiosen Bildern wie den Kutschfahrten durch verschneite Seenlandschaften oder der funkelnden Buden- und Marktlandschaft für Eisläufer auf dem zugefrorenen Hudson River keine leuchtenden Augen bekommt, der träumt sich vermutlich ohnehin schon längst in die Tropen.

Von Winter’s Tale (1984, dt. 1984, ISBN: 3404113144) steht übrigens im kommenden Jahr eine Verfilmung an, und im Zuge dessen wird auch die deutsche Übersetzung von Hartmut Zahn neu aufgelegt werden – bis dahin ist das Buch nur antiquarisch erhältlich.

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Zum 90. Geburtstag von John James

Bibliotheka Phantastika erinnert an John James, der heute 90 Jahre alt geworden wäre. Wer diesen Namen nicht kennt, sollte nicht allzu überrascht sein, schließlich haben wir für diese Beiträge schon einige generell oder auch nur hierzulande kaum bekannte bzw. vollkommen unbekannte Autoren und Autorinnen ausgegraben, und der am 30. November 1923 in Aberavon, Wales, geborene David John James ist gewiss ein Autor der etwas obskureren Art.
Votan von John JamesWas mehr als nur ein bisschen bedauerlich ist, denn gleich mit seinem ersten Roman Votan (1966) hat er einen wirklich originellen Fantasyroman geschrieben hat, der sich auf ziemlich einzigartige Weise bekannter Themen und Motive annimmt. Votan erzählt die Geschichte des griechischstämmigen römischen Bürgers Photinus, eines reisenden Händlers, der im ersten oder zweiten nachchristlichen Jahrhundert auf einer seiner Reisen in Germanien mit der falschen – nämlich einer verheirateten – Frau anbändelt und überstürzt gen Norden fliehen muss. Er taucht in einem kleinen Dorf unter und wird dort aus einer Reihe von Gründen für einen Gott gehalten. Photinus erkennt natürlich die Vorteile, die ihm das bringen kann, und hat verständlicherweise kein Interesse, den Irrtum aufzuklären. Was letztlich dazu führt, dass seine Taten und Erlebnisse als die Votans (bzw. Odins) in die nordische Mythologie eingehen. Das Ganze ist auf überaus humorvolle Weise erzählt, und auch wenn der Humor manchmal ein bisschen platt ist, macht das vergleichsweise dünne Buch – das man vielleicht als eine Art nordisches (und deutlich vorweggenommenes!) Äquivalent des Monthy-Python-Films Life of Brian bezeichnen könnte – mehr als ein bisschen Spaß.
Zwei Jahre später verschlägt es Photinus in Not for All the Gold in Ireland (1968) nach Irland, wo es natürlich alles, nur kein Gold zu finden gibt, und er sich auf ähnliche Weise im Mabinogion verewigt. Außer diesen beiden Romanen – deren TB-Ausgaben in den frühen 70er Jahren als “normale” historische Romane und keineswegs in einer Genrereihe erschienen sind – hat John James noch eine Handvoll weiterer historischer Romane verfasst, von denen nur noch zwei im weitesten Sinne phantastisch (oder phantastisch angehaucht sind): Men Went to Cattraeth (1969) basiert auf dem Y Gododdin (einem mittelalterlichen walisischen Gedicht) und kommt ohne Photinus aus – was dazu passt, dass der Roman wesentlich düsterer sein soll als Votan und Not for All the Gold in Ireland – und in The Bridge of Sand geht es um eine geheimnisvolle entsprechende Brücke, die die römischen Truppen für die Invasion Irlands benutzen wollen.
John James’ Romane waren auch in England trotz einer Neuauflage in den 80ern lange Zeit ziemlich vergessen; in den USA ist ohnehin nur Votan jemals veröffentlicht worden. Neil Gaiman, der ein großer Fan der Photinus-Romane ist, wollte diesen Roman 2009 in seiner bei Dark Horse erscheinenden Reihe Neil Gaiman Presents der amerikanischen Leserschaft wieder zugänglich machen, allerdings scheint diese Ausgabe nie erschienen zu sein. Da trifft es sich gut, dass man sich bei Gollancz plötzlich wieder an John James erinnert hat, denn dort wird nächstes Jahr im Rahmen der Fantasy Masterworks der Sammelband Votan and Other Novels erscheinen. Ursprünglich war das Buch (in dem Votan, Not for All the Gold in Ireland und Men Went to Cattraeth enthalten sein werden) sogar bereits für diesen November geplant gewesen, was irgendwie wunderbar zu James’ 90. Geburtstag gepasst hätte – aber da der Autor bereits am 02. Oktober 1993 verstorben ist, hätte er selbst von dieser Art Geburtstagsgeschenk nichts mehr gehabt.

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Neu rezensiert: Das Geheimnis des goldenen Reifs

Das Geheimnis des goldenen Reifs von Martin SchemmVor Jahren ist den unter dem norddeutschen Süllberg lebenden Zwergen der zauberkräftige Armreif Wurdbouga gestohlen worden, der es seinem Träger gestattet, Macht über das Schicksal jedes beliebigen Menschen zu erlangen. Nun endlich gibt es eine Spur des Schmuckstücks, das ausgerechnet dem machthungrigen Pfalzgrafen Friedrich von Goseck in die Hände gefallen ist. Der junge Lindfell, Sohn eines menschlichen Wechselbalgs und einer Zwergin, wird ausgesandt, um Wurdbouga zurückzugewinnen. Zwar findet er bei seinem Vorhaben Unterstützung, doch seine Gefährten und er geraten alsbald mitten in den Sachsenkrieg gegen Kaiser Heinrich IV. hinein …

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Zum 75. Geburtstag von William Kotzwinkle

Bibliotheka Phantastika gratuliert William Kotzwinkle, der heute 75 Jahre alt wird. Zwar ist der Ruhm des am 22. November in Scranton, Pennsylvania, geborenen William Kotzwinkle heutzutage – zumindest in Deutschland – schon ziemlich verblasst, doch in den 70er Jahren waren mehrere seiner Bücher diesseits und jenseits des Atlantiks schlicht Kult. Und in einigen dieser Bücher spielte die Phantastik eine nicht ganz unbedeutende Rolle.
Nachdem William Kotzwinkle bereits mehrere Romane und Erzählungen für Kinder und Jugendliche geschrieben hatte, erschien mit Elephant Bangs Train (1971; dt. Elefant rammt Eisenbahn (1983)) eine erste Kurzgeschichtensammlung für Erwachsene, deren Inhalt bereits eine Ahnung dessen vermittelte, was in späteren Jahren nachfolgen sollte. Die Stories in Elephant Bangs Train sind eine wilde Mischung aus versponnenen, überraschenden und anrührenden Kurzgeschichten, die alle einen magischen, wenn nicht gar phantastischen Einschlag haben. In den insgesamt 16 Geschichten lebt Kotzwinkle nicht nur seine Sympathie für Elefanten aus (indem er z.B. den Titelhelden Rache an der Eisenbahn nehmen lässt oder einen seiner prähistorischen Vorfahren heraufbeschwört), er führt Leser und Leserinnen an unterschiedlichste Schauplätze, die von Trickstern oder mechanischen Maschinen bevölkert werden, und dass er damit etliche Themen aufs Tableau bringt, die auch später wieder bei ihm auftauchen, soll nicht heißen, dass man diese prägnanten, witzigen und trotzdem melancholischen Geschichten heute nicht mehr lesen kann – sie geben einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Stile und Erzählmodi, die Kotzwinkle auffahren kann.

Ein Jahr nach dieser Sammlung veröffentlichte er mit Hermes 3000 seinen ersten, aus mehr oder weniger zusammenhanglos nebeneinander gestellten, in Fragmente zerschnittenen Kurzgeschichten bestehenden phantastischen “Roman”, der dem Vernehmen nach mehr an einen Drogentrip als alles andere erinnern soll. 1974 folgte mit The Fan Man (dt. Fan Man (1978)) der Roman, der ihn nicht nur in Hippiekreisen schlagartig bekannt machte, sondern z.B. auch im New Yorker überaus positiv besprochen oder von Kurt Vonnegut hochgelobt wurde (was wohl ernst gemeint war – immerhin hat Vonnegut für eine spätere Ausgabe ein begeistertes Vorwort verfasst). Zwar ist dieser Roman nicht phantastisch, aber die von ihm selbst in einem Stream-of-consciousness-ähnlichen Stil erzählte Geschichte Horse Badorties’, der sich am Geräusch laufender Ventilatoren ergötzt, ständig zugedröhnt ist und an hochgradigem ADS leidet, aber gleichzeitig davon träumt, den Auftritt eines Chors von ihm selbst ausgewählter 16-jähriger Mädchen in einer Kirche zu organisieren, wo sie zum Klang elektrischer Ventilatoren ein von ihm komponiertes Liebeslied vortragen sollen, ist so bizarr, dass man sie einmal im Leben gelesen haben sollte.

Doctor Rat von William KotzwinkleAuch in Doctor Rat (1976; dt. Dr. Ratte (1984)) gibt es einen Ich-Erzähler. Allerdings ist die titelgebende Laborratte im Gegensatz zu Horse Badorties keine tragikomische Figur, sondern anfangs ein echter Unsympath. Oder wie soll man sonst ein Wesen nennen, das den ringsum versammelten Mäusen, Ratten, Katzen, Hunden und noch ein paar anderen Tieren immer wieder allen Ernstes erklärt, dass es zum Wohle der Menschheit notwendig ist, dass sie auf jede erdenkliche Weise malträtiert werden? Andererseits hat Doc eigentlich gar keine andere Wahl; nach der Geburt kastriert und aufgrund der an ihm durchgeführten Versuche komplett wahnsinnig geworden, hat er sich seine eigene Sicht auf die Welt erschaffen müssen – und indem er uns diese Sicht mitteilt, lässt er uns einen Blick auf unsere Unmenschlichkeit werfen, wie er drastischer kaum sein könnte. Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn der Professor, der mit einer Handbewegung entscheidet, welche Ratten in die Todeskammer müssen, wie ein moderner Dr. Mengele wirkt. Auch wenn Mutter Natur sich irgendwann zur Wehr setzt und die Tiere den Aufstand planen, bleibt Doctor Rat ein erschütterndes, böses und teilweise schwer erträgliches Buch, das 1977 völlig zu recht mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet wurde. Was Doc selbst angeht – der nimmt am Aufstand der Tiere nicht teil, sondern bleibt seinen Herren treu ergeben. Was soll er denn sonst auch tun?

Fata Morgana (1977; dt. Fata Morgana (1979)) führt in eine andere Art von Düsternis, nämlich die der dekadenten und auf den ersten Blick sehr lebensfrohen Belle Époque. Die in Paris beginnende Odyssee des Inspektor Picard, der einen Scharlatan zur Strecke bringen will, an dem vielleicht mehr dran ist, als Picard bewältigen kann, zieht sich immer weiter nach Osteuropa, wo sich der Inspektor immer tiefer in die zunehmend magischen Vorkommnisse verstrickt. Spielzeugmacher und Wahrsagemaschinen, Hypnose und das pralle (Großstadt-)Leben des neunzehnten Jahrhunderts sorgen für ein Setting, das einerseits stark in einem nicht sonderlich oft für die Fantasy herangezogenen Stück der europäischen Kulturgeschichte verankert ist, andererseits aber ganz mühelos Magie an der Grenze zur Moderne integrieren und mit einem überraschenden Ende auftrumpfen kann.

Nach weiteren Romanen mit mal mehr (Herr Nightingale and the Satin Woman (1978)), mal weniger (Jack in the Box (1980, dt. Jack in the Box (1985)) und Christmas at Fontaine’s (1982; dt. Weihnachten für Wellensittiche (1984)) phantastischen Elementen erhielt er den Auftrag, die Novelisation von E.T. the Extra-Terrestrial zu verfassen – eine Aufgabe, die er mit E.T. the Extra-Terrestrial in His Adventure on Earth (1982; dt. E.T., der Ausserirdische und seine Abenteuer auf der Erde (1982)) bravourös erledigte. Steven Spielberg war so zufrieden mit der literarischen Umsetzung seines Films (die dadurch, dass der Roman teilweise aus der Sicht E.T.s erzählt wird, dem Ganzen eine zusätzliche Komponente hinzufügt), dass Kotzwinkle noch eine Fortsetzung schreiben durfte: in E.T.: The Book of the Green Planet (1985; dt. E. T., das Buch vom grünen Planeten (1985)) ist E.T. “zu Hause”, doch die Ereignisse auf der Erde haben ihn verändert, so dass er sich auf seiner Heimatwelt nicht mehr wohlfühlt und sie lieber heute als morgen verlassen würde, was seine Artgenossen so gar nicht verstehen können.

Hier bei uns derzeit noch am bekanntesten dürfte The Bear Went Over the Mountain (1996; dt. Ein Bär will nach oben (1997)) sein. In dem – je nach Betrachtungsweise phantastischen oder satirischen – Roman geht es um einen Schwarzbären, der in der Hoffnung, in ihr etwas zu essen zu finden, in den Bergen von Maine eine unter einem Baum liegende Aktentasche klaut. Doch statt etwas zu essen findet er nur ein Manuskript. Er liest es, findet es gut, besorgt sich ein paar Klamotten, nimmt den Namen Hal Jam an und macht sich nach New York auf, um sein Glück in der Welt der Literatur zu suchen. Die er im Sturm nimmt … Wer sich ein bisschen damit auskennt, wie es in der großen weiten Welt des Verlegens und Verkaufens zugeht, muss Kotzwinkle zubilligen, hier sehr genau hingeschaut und den Finger auf mehr als eine Wunde gelegt zu haben.

Fata Morgana von William KotzwinkleKotzwinkle ist zuerst und vor allem ein Fabulierer, der im wahrsten Sinne des Wortes häufig ohne Rücksicht auf Verluste drauflosfabuliert. Das klappt manchmal, aber nicht immer. So hat z.B. das wilde Garn, das er in seinem SF-Roman The Amphora Project (2005; dt. Das Amphora-Projekt (2007)) zusammengesponnen hat, die deutschsprachige Leserschaft nicht gerade begeistert. Aber das ist eben auch das Risiko bei einem Autor wie Kotzwinkle, dessen Werke sich durchgängig so deutlich voneinander unterscheiden, dass man vorher nie weiß, was man bekommt. Dass er auch recht geradlinig und sehr atmosphärisch erzählen kann, beweist er in The Game of Thirty (1994; dt. Das Pharaonenspiel (1996)), einer hardboiled PI novel, die sich vor der Konkurrenz keineswegs verstecken muss. Aber letztlich ist das nicht einmal sehr verwunderlich, denn William Kotzwinkle hat immer wieder bewiesen, dass er in allen Sätteln gerecht ist, ganz egal, wie das Pferd heißt, das er gerade reitet.

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